Rauchen

Geschichte

Als europäische Entdecker in Amerika landeten, sahen sie, wie Indianer die Blätter der Tabakpflanze in Pfeifen rauchten: Diese Gewohnheit wurde Mitte des 16. Jahrhunderts in England eingeführt. Meistens wurde der Tabak in Pfeifen oder Zigarren geraucht oder als Schnupftabak aufgenommen. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Zigarettenkonsum bereits auf über 1 000 Zigaretten pro Kopf jährlich angestiegen. Man nahm allgemein an, Rauchen baue Spannungen ab und habe keine Nebenwirkungen. Im 2. Weltkrieg billigten es Ärzte, dass Soldaten Zigaretten geschickt wurden, die auch in den Tagesrationen enthalten waren.

Doch schon bald stellten Epidemiologen fest, dass Lungenkrebs &endash; vor dem 20. Jahrhundert selten &endash; ab ungefähr 1930 drastisch zunahm. Die American Cancer Society und andere Organisationen leiteten Langzeituntersuchungen ein, um die Sterblichkeitsrate von Rauchern und Nichtrauchern zu vergleichen. Alle diese Untersuchungen ergaben, dass bei Rauchern eine erhöhte Sterblichkeit durch Lungenkrebs und andere Krankheiten auftritt. Darüber hinaus wurde durch Tierexperimente nachgewiesen, dass chemische Stoffe im Zigarettenrauch krebserregend sind.

Im Jahr 1962 berief die US-Regierung eine Kommission: Diese bestand aus zehn Wissenschaftlern, die alle verfügbaren Hinweise untersuchen sollten. Die Schlussfolgerungen dieser Kommission wurden 1964 in den Bericht des Gesundheitsministers aufgenommen. Dort hieß es, Zigarettenrauchen stelle ein Gesundheitsrisiko von so großer Tragweite dar, dass angemessene Maßnahmen erforderlich seien. Die erste Maßnahme war der Aufdruck von Warnungen auf Zigarettenpackungen, später folgte das Verbot von Zigarettenwerbung im Radio und Fernsehen. Zudem wurden Nichtraucherzonen an Arbeitsplätzen eingerichtet. Die Gesundheitsminister der Europäischen Union (EU) einigten sich im Dezember 1997 nach langen Verhandlungen auf eine Gesetzesrichtlinie, derzufolge die meisten Formen der Tabakwerbung bis zum Jahr 2006 weitgehend verboten werden sollen. Ein Nichtraucher-Schutzgesetz lehnte der Deutsche Bundestag im Februar 1998 mit deutlicher Mehrheit ab.

Auswirkungen des Rauchens auf die Gesundheit

Medizinische Untersuchungen haben bewiesen, dass die Gesamtsterblichkeit bei männlichen Rauchern mittleren Alters doppelt so hoch ist wie bei Nichtrauchern. Die Sterberate ist höher bei Personen, die täglich in höherem Maße oder über einen längeren Zeitraum Zigaretten rauchen. Nach Schätzungen der American Cancer Society sind 30 Prozent aller Sterbefälle durch Krebs auf das Zigarettenrauchen zurückzuführen.

Von den Krebsarten, die durch Rauchen verursacht werden, tritt Lungenkrebs am häufigsten auf. Die American Cancer Society schätzte, dass 1988 rund 83 Prozent der 139 000 Sterbefälle durch Lungenkrebs ursächlich mit dem Rauchen zusammenhingen. Die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, ist bei einem Raucher siebenmal höher als bei einem Nichtraucher. Außerdem besteht bei Rauchern ein fünffach höheres Risiko von Kehlkopf-, Mund- und Luftröhrenkrebs. Und etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen der Blase, Nieren und Bauchspeicheldrüse werden auf das Rauchen zurückgeführt. Eine weitere Krankheit, die offensichtlich durch das Rauchen gefördert wird, ist die Akne inversa, eine schwere Entzündungskrankheit. Bei dieser Krankheit entstehen Abszesse im Bereich von Schweißdrüsen, die auf Grund des Rauchens Nikotin absondern. Das Nikotin bewirkt einen Entzündungsreiz, der zur Abszessbildung führt.

Rauchen erhöht das Risiko um das Fünffache, an chronischer Bronchitis oder einem Emphysem (Luftansammlung im Gewebe) zu sterben, und es erhöht die Sterberate bei Herzerkrankungen und Erkrankungen der Herzkranzgefäße um das Zweifache. Wie ein 1988 veröffentlichter Bericht ergab, der auf einer 26 Jahre dauernden Untersuchung in einem Bostoner Vorort basierte, erhöht Rauchen das Risiko eines Schlaganfalls um 50 Prozent &endash; 40 Prozent bei Männern und 60 Prozent bei Frauen. Andere Studien haben bewiesen, dass stark rauchende Schwangere häufiger Frühgeburten erleiden oder Babys mit Untergewicht zur Welt bringen, wahrscheinlich aufgrund mangelnder Blutzufuhr in die Plazenta (Nachgeburt). 1998 berichteten Wissenschaftler der Amsterdamer Erasmus-Universität, geistige Fähigkeiten wie Lernvermögen, Gedächtnis und Sprachfertigkeiten seien bei Rauchern im Alter häufig beeinträchtigt. Möglicherweise komme es bei Rauchern relativ häufig zu einem kleinen, unbemerkt gebliebenen Schlaganfall.

Nach einer 1997 veröffentlichten Studie britischer Forscher können etwa 15 Prozent der Krebsfälle bei Kindern dem Tabakkonsum des Vaters zugeordnet werden, denn die Chromosomen der Spermien sind bei Rauchern häufig verändert. 1981 wurden drei Studien veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass bei nichtrauchenden Ehefrauen rauchender Männer ein erhöhtes Risiko von Lungenkrebs besteht. Wie 1996 anlässlich eines Berichtes über die Gefahren des Rauchens in Münster mitgeteilt wurde, sind allein in den USA jährlich 3700 Todesfälle durch Lungenkrebs eine Folge des Passivrauchens. Dasselbe trifft zu auf 37000 Herzinfarkte mit tödlichem Ausgang. Das Risiko eines Passivrauchers, der regelmäßig Zigarettenrauch einatmet, an Lungenkrebs oder einem Herzinfarkt zu erkranken, steigt um 20 bis 40 Prozent.

Andere Untersuchungen haben ein vermehrtes Auftreten von Krankheiten bei nichtrauchenden Kindern rauchender Eltern festgestellt. 1997 gestand ein amerikanischer Tabakkonzern öffentlich ein, dass Rauchen abhängig macht und Krebs verursachen kann.

Entwöhnung vom Rauchen

Wie Untersuchungen an ehemaligen Rauchern zeigen, sinkt deren Risiko, an Krankheiten zu sterben, die mit dem Rauchen in Verbindung stehen, mit jedem Jahr der Abstinenz. Mit vielen Programmen wird versucht, Rauchern bei der Entwöhnung zu helfen. Dazu zählen Therapiegruppen ebenso wie Aversionstechniken (Abneigungstechniken): Die Teilnehmer sollen dabei so viele Zigaretten in schneller Folge rauchen, dass ihnen übel wird. Ein anderes Verfahren besteht darin, Nikotinkaugummi als Ersatz anzubieten, um die Entzugserscheinungen bei Rauchern mit starker körperlicher Nikotinabhängigkeit zu lindern. Offenbar sind Raucher auf die Wirkung des Nikotins angewiesen &endash; dies scheint einer Suchtdroge vergleichbar zu sein, die Abhängigkeit erzeugt.

Meine Meinung über das Rauchen

Wenn man oben sieht was man alles bekommen kann wenn man raucht, muss ich sagen ich bleibe Nichtracher. Rauchen ist aber immer noch sehr angesagt, auch wenn man jetzt sehr gut darüber aufgeklärt wird. Aber die Zigarrettenhersteller machen immer noch sehr viel WERBUNG, man sieht das in der Formel 1, Zeitungen, Zeitschriften... Ich habe nichts gegen Genussraucher, sogar Michael Jorden raucht manchmal eine Zigarre.

 

Weiteres und einen Rauchertest findet man auf der Seite http://www.rauchertest.de

Hier ist noch ein Link zu der GROZ- Seite der Sekundarschule Untervaz, dort haben die Schüler der letzten 3.Sek über Alkohol diskutiert, das ja dem Rauchen sehr ähnlich ist.

 

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