1 Haar 2 Hornschicht 3 Keimschicht 4 Schweisspore 5 freie Nervenendigung 6 Kanpillarschlinge 7 Tastkörperchen 8 Kältekörperchen 9 Wärmekörperchen 10 Lamellenkörperchen 11 Lymphgefäss 12 Haarmuskel 13 Talgdrüse 14 Schweissdrüse 15 Fettgewebe 16 Arterie 17 Vene Blockschema der Haut

Unsere Haut ist ein sehr vielseitiges Organ: Erstmal ist sie ein Sinnesorgan. Zudem trägt sie massiv zur Wärmeregulierung bei, indem sie dafür sorgt, dass der Körper nicht überhitzt oder unterkühlt wird. So wird also eine einigermassen gleichbleibende Temperatur ermöglicht. Die Haut ist auch ein Speicherorgan, da sie für die Fetteinlagerung zuständig ist. Des weiteren bietet die Haut dem Körperinneren wichtigen Schutz vor UV-Strahlen, Feuchtigkeitsverlust und Verletzungen. Wasser, Krankheitskeime oder Schmutz können dank der Haut nicht eindringen.
Die Haarwurzeln befinden sich inmitten eines Nervengeflechts. Deshalb werden wir auch durch unsere Körperbehaarung auf Berührungen aufmerksam.
Die Hornschicht der Oberhaut sondert Schuppen ab. Es sind tote, verhornte Hautzellen. Pro Tag scheiden Menschen einen halben Liter Flüssigkeit in Form von Verdunstung durch die Hornhaut aus.
In der Keimschicht bilden sich neue Hautzellen, welche die abgestorbenen ersetzen. Sie dringen mit der Zeit nach aussen, wo sie ebenfalls verhornen und abgestossen werden. In der Keimschicht sitzen auch die Pigmente (Farbstoffe), welche unsere natürliche Bräune festlegen. Sonnenbestrahlung regt die Pigmentbildung an.
Der in den Schweissdrüsen der Unterhaut produzierte Schweiss wird durch einen langen Kanal zur Oberhaut geleitet. Er führt durch die ganze Leder- und Oberhaut, mündet in einer Schweisspore und tritt dort aus. Schweiss setzt sich aus Wasser (99%), Kochsalz, Harnstoff, Fettsäuren und Cholesterin zusammen. Eigentlich ist er geruchsneutral. Erst wenn Bakterien ihn auf der Hautoberfläche zersetzen, entwickelt sich der uns bekannte unangenehme Geruch.
Freie Nervenendigungen nehmen massive mechanische Ereignisse wie Schnitte oder Verbrennungen auf und vermitteln sie uns in Form von Schmerzen. Dadurch warnen sie uns vor Verletzungen, Kälte und Hitze. Mehr als 3 Millionen dieser Schmerzpunkte sind auf unserem Körper verteilt. Im Gesicht und an den Fingern befinden sich besonders viele sehr nahe beieinander.
Die Kapillarschlingen ermöglicht eine optimale Blutversorgung.
nDie Tastkörperchen kommen in der Lederhaut gleich unter der Oberhaut vor. Sie lassen uns Berührungsreize erkennen. Auf unserer Körperoberfläche befinden sich über 500 000 solcher Tastkörperchen. Am dichtesten liegen sie an der Zungenspitze, den Lippen und den Fingerbeeren. Diese Stellen sind also tastempfindlicher als zum Beispiel der Rücken oder die Oberarme.
Die Kältekörperchen reagieren auf Kältereize. Sie können aber keine bestimmte Temperatur, sondern nur Temperaturveränderungen feststellen. Sobald die Temperatur wieder gleich bleibt, kann warm und kalt nicht mehr unterschieden werden. Etwa 250 000 Kältekörperchen sind in der Lederhaut eingelagert.
Die Wärmekörperchen übermitteln uns Wärmereize. Von ihnen sind, ebenfalls in der Lederhaut, etwa 30 000 zu finden. Besonders viele Wärmerkörperchen sind an den Augenliedern, an den Lippen und in den Armbeugen vorhanden.
Die Lamellenkörperchen, welche in der Unterhaut liegen, können eine Grösse von 4 mm erreichen. Sie sind für die Aufnahme von Druckreizen wie Stösse oder Schläge zuständig.
Die Talgdrüsen stellen fetthaltige Stoffe her, die unsere Haut schön fein halten und sie vor dem Austrocknen bewaren. In der Pubertät setzt eine erhöhte Talgproduktion ein. Der Grund dafür ist die vermehrte Ausschüttung des männliche Geschlechtshormons Testosteron. Doch nicht bloss der Blutpegel des Testosterons, sondern auch sein Verhältnis zu den weiblichen Geschlechtshormonen ist massgebend. Denn auch Frauen bilden einige männliche Hormone und umgekehrt. Da Männer jedoch schon von Natur aus mehr Testosteron besitzen, werden sie auch häufiger von Akne heimgesucht. Dies ist eine Hautkrankheit, bei der Pusteln und Knötchen entstehen. Sie verunstalten vor allem unser Gesicht, aber auch die Brust und den Rücken. Wegen der überschüssigen Talgproduktion kommt es zu Verstopfungen der Talgdrüsen, welche für die verhasste Akne verantwortlich sind. Die sich einnistenden Bakterien rufen schon bald eine Infektion hervor. Beim Kampf gegen die Krankheitserreger gehen sehr viele weisse Blutkörperchen zu Grunde. Diese bilden den Eiter.
Die Schweissdrüsen befinden sich in der Lederhaut. Millionen dieser kleinen Drüsen produzieren Schweiss, sobald unser Körper erhitzt. Zugleich erweitern sich die Blutgefässe. Dies führt dazu, dass die Haut besser durchblutet wird. Der Schweiss wird an die Hautoberfläche abgegeben, wo er dann verdunstet. Der Körper kann so durch die Abkühlung des Blutes Wärme abgeben. Da dieses Blut dann durch den ganzen Körper fliesst, wird die gesamte Körpertemperatur reguliert. Es gibt zwei verschieden Arten von Schweissdrüsen: ekkrine und apokrine. In den ekkrinen Schweissdrüsen entsteht der grösste Teil des Schweisses. Sie kommen im ganzen Körper vor. Sie arbeiten bei erhitzter Körpertemperatur oder psychischen Ursachen. Die apokrinen Schweissdrüsen kommen vor allem in den Achselhöhlen, in den Brustwarzen und im Genitalbereich vor. Wir besitzen sie zwar schon von Geburt an, doch sie sind erst ab der Pubertät richtig tätig. Sie sprechen zum Beispiel auf Angst, Wut oder sexuelle Erregung an.
Das Fettgewebe ist die unterste Schicht der Unterhaut. Es bildet einen sicheren Polster für unsere inneren Organe.