Infektionskrankheiten

Infektionen nennt man die Ansteckung mit Krankheitserregern, die den Schutz der Haut und/oder Schleimhaut durchbrechen und sich im Organismus massenhaft vermehren. Dadurch entstehen erregertypische Infektionskrankheiten mit charakteristischen Symptomen. In den Industrienationen sind die Infektionskrankheiten heute auf Grund besserer Hygiene, Antibiotika und anderer Medikamente nicht mehr Todesursache Nummer eins. Anders sieht es allerdings in den Entwicklungsländern aus. Doch auch in der Ersten Welt bieten Infektionskrankheiten noch immer Grund zur Sorge. Es gibt eine ganze Reihe von Mikroorganismen, die Krankheiten auslösen. Hierzu zählen Viren, Bakterien, Pilze, Protozoen und mikroskopisch kleine Würmer. In neuer Zeit hat man in einen neuen Erregertypus entdeckt: Prioneneiweisse. Probleme bereitet auch die schnelle Evolution von Viren und Bakterien, wodurch manche Stämme gegen vormals wirksame Antibiotika resistent werden. Zu Pilzinfektionen gehören z.B. Candidamykosen, sie sind die häufigsten Pilzerkrankungen. Zu Bakterienerkrankungen gehören z.B. die sogenannte Legionärskrankheit, eine Lungenerkrankung.

Autoimmunreaktion

Normalerweise richtet sich die Abwehr des Körpers nicht gegen sich selber. Manchmal allerdings kommt es zu Fehlern bei den Steuermechanismen. Dann treten Autoimmunkrankheiten auf. Hierzu zählen u.a. rheumatische Arthritis, multiple Sklerose und verschiedene Arten der Anämie (Blutarmut). Da die Antigene mancher Keime denen auf den menschlichen Zellen sehr ähnlich sind, können die gegen die Krankheitserreger gerichteten Antikörper auch körpereigene Zellen angreifen. Zu solchen durch Vireninfektion ausgelösten Autoimmunkrankheiten gehört u.a. eine Form des Diabetes (Zuckerkrankheit). Wenn man die Autoimmunreaktion rechtzeitig feststellt und eine Antikörperbehandlung durchführt, kann die Krankheit geheilt werden.

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