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Wenn wir durch die Nase einatmen, führt der Weg der Luft in der obersten Nasenmuschel an der feuchten Riechschleimhaut vorbei. Aus dieser Schleimhaut ragen winzige Riechhärchen heraus, die ständig von der Schleimhaut angefeuchtet werden. Duftstoffe, die wir mit der Luft einatmen, lösen sich in dieser Flüssigkeit und erregen die Riechhärchen. Die Geruchsinneszellen leiten die entsprechenden Nervenmeldungen über den Riechnerv ans Gehirn weiter. Das Gehirn analysiert das Signal und vergleicht mit Erfahrung und versucht eine Lösung zu finden. Die Nase ist nicht nur ein Sinnesorgan, mit dem wir Gerüche wahrnehmen können, sie hat auch bei der Atmung eine wichtige Aufgaben zu erfüllen. Wenn die Luft in die Nase hineinströmt, wird sie als erstes durch die Haare an die Nasenflügeln grob gereinigt. Feinere Staubteilchen und Bakterien werden von den Schleimhäuten, welche die Wände der Nasenhöhlen auskleiden, zurückgehalten. In der Nasenhöhle befinden sich drei übereinander liegende Muscheln. Sie sind sehr gut durchblutet und deshalb schön warm. Wenn die eingeatmete Luft dort vorbeiströmt, erwärmt sie sich annähernd auf Körpertemperatur. Zudem befeuchten die Schleimhäute in der Nase die Luft. In der obersten der drei Muscheln befindet sich die Riechschleimhaut. Dort wird die angefeuchtete Luft geprüft. Mit unserem Geruchsinn können wir zum Beispiel den Duft feiner Speisen wahrnehmen. Er hat anderseits die Aufgabe, uns vor gefährlichen, oft unsichtbaren Gasen oder vor verdorbenen Speisen zu warnen. Die Nase gewöhnt sich jedoch schnell an einen Geruch. Sitzen wir zum Beispiel in einem verrauchten Raum, fällt uns das nach kurzer Zeit kaum mehr auf. Kommen wir aber von aussen in einen Raum mit schlechter Luft, bemerken wir dies sofort. Es ist besser, wenn wir die Luft nicht durch den Mund einatmen, weil sonst die Nase ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann.



In der Nasenhöhle des Menschen und der höheren Wirbeltiere liegt als besonders gestaltete Region die mit Geruchssinneszellen ausgestattete Riechschleimhaut. Sie ist beim Menschen etwa 5 cm groß, bei Säugetieren mit sehr ausgeprägtem Geruchsvermögen ist sie wesentlich ausgedehnter, wie z.B. bei Hunden oder Rehen. Die Riechschleimhaut besteht aus Sinneszellen, den Stützzellen und den Basalzellen. Die primären Riechsinneszellen enden in einem Sinneskolben, der über die Oberfläche des Epithels hinaus in die Schleimschicht der Riechschleimhaut hineinragt. Der Kolben entsendet feine Härchen, die sogenannten olfaktorischen Zilien, in den Schleim. Der Schleim, welcher in dauernder Bewegung ist, spielt vielfach die Rolle einer Diffusionsbarriere für Riechstoffe. Die Axone der Geruchssinneszellen bilden den Riechnerven und zielen zum Vorderhirn. Zwischen den Rezeptoren und der Hirnrinde liegt nur noch eine synaptische Schaltstelle. Aus der Größe der Riechschleimhaut kann man nur sehr bedingt auf das Riechvermögen schließen. Viel wichtiger bezüglich des Riechvermögens ist das Areal, das für die Verarbeitung von Riechreizen im Gehirn bereitsteht. Für die Wahrnehmung von Geruchsreizen sind nicht nur die Sinneszellen verantwortlich, sondern auch in der Nasenschleimhaut vorkommende freie Nervenendigungen sensibler Phasen des fünften Hirnnervs.
Der Geruchsinn ist ein chemischer Sinn, d.h. dass er chemische Substanzen wahrnimmt. Diese werden mit der Luft gasförmig eingeatmet. Wenn die chemischen Substanzen nicht vorhanden wären, würden wir gar nichts riechen, weil die Luft geruchslos ist .
Am Eingang der Nase befinden sich Haare, welche die Luft grob filtern. Feine Staubteilchen und Bakterien werden von den feuchten Schleimhäuten aufgehalten. Wie wird dieser abgefilterte Staub wieder entfernt? Putzen wir die Nase, wird der aufgefangene Schmutz zusammen mit dem Schleim nach aussen befördert. Durch die Flimmerhärchen im Atemkanal von der Nase bis zur Luftröhre werden letzte Staubteilchen aufgehalten und wieder in den Rachen befördert und geschluckt. Teilchen die in die Lunge gelangen bleiben bis am Lebensende dort (Lungengewebe von Säuglingen rosa- von alten Leuten grau gefärbt).
Die drei übereinander liegenden Muscheln in den Nasenhöhlen sind sehr gut durchblutet. An ihnen wärmt sich die Luft.
Die Prüfung der Luft ist die Aufgabe der Riechschleimhaut oder allgemein des Geruchsinnes. Chemische Substanzen (Gase), werden zusammen mit der Luft eingeatmet. Diese Substanzen werden von der Riechschleimhaut aufgenommen und gelöst.
Die Schleimhaut geben ständig Wasser ab und befeuchten die eingeatmete Luft.