Der Geschmacksinn

Funktionsweise

Jedes Nahrungsmittel enthält Geschmackstoffe. Wenn man ein Nahrungsmittel in den Mund nimmt und es kaut, lösen sich die Geschmackstoffe im Speichel auf. Dort gelangen die Stoffe zu den Schmeckzellen, die sich hauptsächlich in den Geschmacksknospen im Mund und im Rachen befinden. Viele der rundlichen Papillen, die auf der Zunge sichtbar sind, enthalten Geschmacksknospen. Die Geschmackstoffe werden bei den Geschmackspapillen aufgenommen und die Sinneszellen gereizt, diese leiten Nervenreizen weiter zum Gehirn und es erfolgt eine Wahrnehmung. So entfinden wir den Geschmack als bitter, süss, salzig oder sauer empfinden. 

Aufbau

Unsere Geschmacks-Sinnesorgane liegen auf der Zunge und im Innern der Mundhöhle, hier sind sie vor Austrocknung geschützt. Die Geschmackssinneszellen sind sekundäre Sinneszellen. Sie besitzen also keine eigenen ableitenden Axonen. Vier bis zwanzig solcher Geschmackssinneszellen oder Schmeckzellen liegen zusammen in einer Geschmacksknospe. Die Geschmacksknospen liegen ihrerseits seitlich oder an der Spitze sogenannter Schmeckpapillen, Hautvertiefungen, in denen sich die Feuchtigkeit gut hält. Eine Geschmacksknospe enthält neben den Sinneszellen auch noch Stützzellen und Basalzellen. Die Sinneszellen ragen in einen mit Flüssigkeit gefüllten Raum hinein. Dieser steht durch einen Chorus mit der Mundhöhle in Verbindung. In einer Geschmacksknospe treten etwa 50 Nervernfaser ein und verzweigen sich in ihr. Jede Nervenfasern nimmt mit ihren Verzweigungen Kontakt mit mehreren Sinneszellen auf. Jede Schmeckzelle hat ihrerseits Kontakt zu Verzweigungen von bis zu 12 Nervenfasern. Eine einzelne Geschmacksinneszelle besitzt eine begrenzte Lebensdauer von wenigen Tagen. Sie wird durch eine nachrückende Zelle ersetzt. Diese ist Abkömmling einer Basalzelle. Dabei müssen die synaptischen Verknüpfungen mit der alten Schmeckzelle gelöst und mit der neuen wiederhergestellt werden.

Geschmacksknospe

Der Mensch kann nur vier Geschmacksqualitäten unterscheiden, nämlich süss, sauer, salzig und bitter.

Die Geschmackswahrnehmung wird, wie bei allen Sinnesorganen, im wesentlichen im Gehirn erzeugt durch die Verarbeitung von Reizen von den Sinneszellen. Ein erwachsener Mensch besitzt etwa 2000 Geschmacksknospen.

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