Krankheiten

 

Krankheiten des Riech- und Schmeckvermögens 

Bei fehlender oder verminderter Empfindlichkeit der chemischen Sinne fehlt ein wichtiges Alarmsystem, dessen Bedeutung oft erst erkannt wird, wenn es nicht mehr funktioniert. Die häufigste Störung ist der komplette oder teilweise der Verlust des Riech- und Schmeckvermögens. Ist der Riech- oder Schmecksinn vollständig zerstört, spricht man von Anosomie (Riechverlust) bzw. von Ageusie (Schmeckverlust). Ist der Riech- oder Schmecksinn nur zum Teil verloren, so spricht man von Hyposomie bzw. von Hypogeusie. Der Geruchsinn macht auf Brände oder giftige Dämpfe aufmerksam, ohne ihn würden wir verdorbene Lebensmittel essen. Der Verlust von Riechen und Schmecken kann aber auch andere Störungen nach sich ziehen wie z.B. Depressionen. Bei anderen Störungen werden Gerüche oder Geschmackseindrücke verändert wahrgenommen. Hier werden Gerüche oder Geschmackseindrücke wahrgenommen, aber falsch interpretiert, es werden falsche Aromen wahrgenommen. Diese falschen Gerüche sind meistens unangenehm, die früher aber als angenehm wahrgenommen wurden. Riech- und Schmeckstörungen deuten nicht selten auf andere Erkrankungen hin, wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck, Mangel- oder Fehlernährung, die Parkinsonsche Erkrankung oder die Alzheimersche Krankheit. Rauchen führt zu einer leichten Abnahme des Riechvermögens, das sich allerdings nach dem Aufhören wieder bessern kann. Häufiger kommen Störungen beim Riechsinn vor. Eine gleichzeitige Störung beider Sinne wird selten beobachtet.

 

Ursachen der Störungen

Einige Menschen haben einen angeborene Riech- oder Schmeckstörung. Bei den meisten ist allerdings die Riech- und Schmeckstörung durch bestimmte Ereignisse verursacht. Zu diesen Ursachen gehören Virusinfekte (z.B Grippe) oder Schädelverletzungen. Eine weitere häufige Ursache von Riech- und Schmeckstörungen sind Nasenpolypen, Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, Störungen im Hormonhaushalt oder auch Zahnerkrankungen. Der Verlust von Riech- und Schmekvermögen kann ebenso durch bestimmte Chemikalien oder Medikamente ausgelöst werden.Auch bei Tumoren im Kopf/Halsbereich werden solche Störungen beachtet.

 

Kann man Störungen behandeln?

Wenn die Riech- oder Schmeckstörung durch ein Medikament ausgelöst wurde, kann Weglassen, Ersatz oder Anpassung der Medikamentendosis eine Verbesserung bewirken. Bei einigen Patienten kann eine Beseitigung der zugrunde liegenden Erkrankung zu einer deutlichen Besserung führen; das gilt vor allem für Nasenerkrankungen wie Allergien, Polypen oder Nasennebenhöhlenentzündung. Nicht selten wird auch eine spontane Erholung der Riech- und Schmeckstörung beobachtet.Warum ist der Geschmacksinn bei einer Erkältung beeinträchtigt?

Warum ist der Geschmacksinn bei einer Erkältung beeinträchtigt?

Erkältete Leute beklagen häufig, dass sie nicht mehr richtig schmecken können. Untersuchungen haben aber ergeben, dass die Geschmacksknospen der Zunge bei einer Erkältung nicht beeinträchtigt sind. Wie kann es also sein, dass die Patienten dennoch fälschlicherweise den Eindruck haben, dass ihr Essen fast nach nichts schmeckt?Zwischen Riechen und Schmecken besteht ein so enger Zusammenhang, dass man oft als Geschmack empfindet, ,was tatsächlich ein Geruch ist. Wenn eine Speise sich im befindet, dringt ihr Geruch durch den Rachen zu den Riechhärchen in der Nase. Der Geruchsinn ist nun aber für Gerüche ungleich empfindlicher als der Geschmacksinn für Geschmäcke. Daher kommt es, dass man den Eindruck hat, man habe seine Geschmacksinn verloren, wenn infolge einer Erkältung die Nasenwege verstopft sind. Was einem in solchen Fällen tatsächlich fehlt, ist jedoch nicht der Geschmack, sondern der so wichtige Geruch der Speisen.

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